Bambergs Blaupause - Wie funktioniert Stadtplaung

Shownotes

Wohnen in Bamberg ist wundervoll. Aber eine Wohnung finden kann sehr herausfordernd sein. Wer entscheidet eigentlich, wo in Bamberg Wohnraum, Gewerbe oder Grünflächen entstehen? Und wie werden die Bedürfnisse von Bürgern, Wirtschaft und Natur unter einen Hut gebracht? Achim Welzel, Amtsleiter des Stadtplanungsamts Bamberg, gibt Einblicke in die komplexen Prozesse, die unsere Stadt prägen – von der Datenerhebung bis zur Bürgerbeteiligung.

Ein Wort steht hier ganz Zentral: Flächennutzungsplan

Was das ist, wie er entsteht und was das mit wohnen und leben in Bamberg zu tun hat erfahrt ihr in dieser spannenden Folge von BAM:Talk. Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Stadtplanung – und eine Einladung, selbst mitzugestalten!

Transkript anzeigen

00:00:00: Wie planen wir eigentlich unsere Stadt?

00:00:02: Woher wissen wir, wo Grünflächen entstehen erhalten oder erweitert werden sollen.

00:00:07: Wo Wohnraum gebaut oder Gewerbe errichtet werden darf und wo wir Flächen für soziale Aufgaben benötigen?

00:00:14: Wer legt das

00:00:15: fest?!

00:00:16: Das erklärt uns heute ein Experte aus dem Stadtplanungsamt der das was brauchen auf dem sogenannten Flächennutzungsplan und im Landschaftsplan abbildet.

00:00:27: In dieser Folge geht es also um unsere Zukunft in Bamberg, hört rein und entscheidet mit was bei uns in den nächsten Jahren

00:00:35: läuft!

00:00:41: Und damit herzlich willkommen zu BAMTALK, deinem Podcast zum Wirtschaftsstandort Bamberg mit

00:00:46: Michaela

00:00:47: und Lennart.

00:00:47: In unserem Podcast sprechen wir mit Bamberger BürgerInnen und Schlüsselpersonen der Bamberger Wirtschaft und Verwaltung

00:00:53: Denn davon sind wir überzeugt, wir brauchen einen Wettbewerb um die besten Ideen für unsere Stadt.

00:00:58: Zu Gast bei uns ist heute Achim Welzel der Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Bamberg.

00:01:04: Herzlich willkommen.

00:01:05: schön dass Sie da sind!

00:01:07: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:01:08: ich freue mich da sein zu dürfen.

00:01:09: Lieber Herr Welzel normalerweise machen wir so das wir entspannt in das Du übergehen wenn wir unsere Podcasts aufnehmen.

00:01:17: wie ist es für sie?

00:01:18: Sie dürfen entscheiden.

00:01:19: Nein

00:01:19: sehr gerne das machen wir.

00:01:21: Also lieber Achim, dann steigen wir ein mit dem Du sehr schön.

00:01:26: Was macht eigentlich das Stadtplanungsamt in Bamberg und wie sehen deine Aufgaben als Amtsleiter innerhalb dieser Behörde aus?

00:01:34: Ja, also da gibt es wahrscheinlich eine kurze und lange Antwort.

00:01:37: Kurz gesagt kümmern wir uns um allgemeines und besonders städtebaurecht aus dem Baugesetzbuch.

00:01:42: Also das ist unsere Grundlage unser Gebetbuch was wir alle unterm Kopfkissen haben

00:01:46: oder der Kaffeetasse.

00:01:49: Genau richtig dient auch sehr gut als Tassenhalter genau wenn man dann ein bisschen konkrete einsteigt.

00:01:57: Wir sind also einen Team aus knapp fünfzig Leuten haben die aufgeteilt auf fünf Abteilungen oder Sachgebiete Und da geht es also einmal um vorbereitende Bauleitplanung.

00:02:05: Das heißt, wir kümmern uns um Stadtentwicklung und Flächennutzungsplanungen haben da auch Kollegen und Kolleginnen, die sich um Vermessung und Geoinformation kümmern.

00:02:15: Wir haben einmal die verbindliche Bauleitplanungen das heißt also das Thema Städtebau- und Bebauungsplanung bei uns mit dem Team auch die planungsrechtliche Begutachtung ganz an konkrete Bauanträge geht.

00:02:25: wir haben einen Stadtgestaltungsbeirat den wir betreuen dürfen.

00:02:27: wenn es also um spannende Themen aus dem Bereich Hochbau und Städtenbau geht dann werden die eingespielt.

00:02:35: Wir haben das weitere in Stadt Sanierung, Städtebauförderung und Stadtgestaltung bei uns mit im Team.

00:02:39: Wenn es also auch um einen öffentlichen Raum geht oder wenn's um Kostenteilungen mit Bund-und Freistaat geht da sind wir immer mit dem Spiel.

00:02:46: Wir haben die Verkehrsplanung nicht nur Querschnittsausgestaltung und Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur sondern auch ruhender Verkehrangebote wie Fußrat und dergleichen mehr da tatsächlich weiter kommen zu können im wahrsten Sinne des Wortes.

00:03:02: Und wir haben noch das Konversionsmanagement.

00:03:04: Das heißt also, wenn es um die Fragestellung der ehemaligen militärischen Liegenschaften geht.

00:03:10: So was wie den Lagart-Kampus oder auch die MUNA, die Warner Barracks all das liegt bei uns mit in unseren Händen, wenn's um Verhandlungen geht oder auch um die tatsächliche Zukunft.

00:03:21: Also wie stellt man sich dann das Stadtquartier vor?

00:03:23: Diese Entwürfe, die Investorienauswafferfahren, die da laufen und dergleich mehr – das ist dann auch bei uns.

00:03:30: Und meine Rolle ist im Grunde genommen ... Also mir wurde am Anfang immer gesagt, vertule ich nicht über fünfzig Prozent während Personalangelegenheiten sein.

00:03:38: Letzten Endes ist es an mir zu versuchen die strategischen Zielstellungen nicht aus den Augen zu verlieren und in dieser Gesamtheit all dieser Themen zu schauen dass wir auch mit allen verschiedenen Bereichen immer noch in dieselbe Richtung blicken und diese ganz vielen kleinen Bausteine die sich ja auch bei uns im Team dann dies einfach gilt zu einem großen und ganzen zusammenzufügen, dass das funktioniert.

00:04:01: Ich würde sagen es ist so die übergeordnete Aufgabe

00:04:03: Also eine ganze Menge.

00:04:04: Und ich glaube, vor lauter Verwaltung und Managing die großen Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren, das kenne ich eigentlich sowohl aus dem Beruf als auch aus den Privatleben.

00:04:13: Das man sagt immer wieder okay Ich muss einen Schritt zurückgehen.

00:04:16: was wollen wir denn hier machen?

00:04:17: Wo wollen wir dann hin?

00:04:19: Da muss man sich immer explizit Zeit nehmen.

00:04:21: also ich höre es raus dass ist auch bei euch nicht anders.

00:04:23: Es waren ein paar Worte jetzt dabei wo ich kurz mal nachfragen wollte.

00:04:26: Vielleicht kannst du mir nochmal ganz einfach erklären was ein Flächen-Nutzungsplan eigentlich ist weil ich das noch nicht so oft gehört habe.

00:04:33: andere ein rohender Verkehr?

00:04:34: Ist das also ein stehendes Auto oder einen Menschen auf der Sitzbank, was ist das?

00:04:39: Also Flächen-Nutzungsbahn.

00:04:41: Das ist unser Instrumentarium aus der vorbereitenen Bauleitplanung.

00:04:44: D. h., dass ist der Plan wo wir als Gesamtstadt versuchen die Bedarfe sowohl dem Bestand den wir schon haben als auch die flächenhaften bedarfe zu verorden und es geht dann auch über die verschiedenen Aspekte hinweg.

00:04:57: Da geht's um Wohnbaufflächen aber auch um Gewerbeflächen.

00:05:00: da sind auch Themen die die Mobilität betreffen sind dann natürlich darin implementiert.

00:05:04: Wir reden da über Gemeimbedarfsflächen, also Schulen beispielsweise Kindergärten allgemeinen soziale Einrichtungen.

00:05:10: das taucht damit auf.

00:05:11: und wir haben natürlich auch das große Thema frei-und Landschaftsraum.

00:05:15: Das gibt zwei Teilpläne so gesehen einmal den Flächennutzungsplan der sich in erster Linie um die bebauten Sieglungsbereiche mit denen beschäftigt und dann gibt es extra noch mal dazu ergänzend ein Landschaftsplan, der also den Fokus auf die Freibereiche legt.

00:05:31: Und sich Gedanken darüber macht wenn's zum Beispiel über Entsiegelungsmaßnahmen oder dergleichen mehr geht.

00:05:36: Also Klimawandel das taucht dann alles damit auf.

00:05:41: Danke und da fällt mir so eine Sache ein.

00:05:43: Ich habe den Eindruck, dass das früher gerade in solchen Plänen sehr gerne getrennt wurde hier als Wohnen, hier es arbeiten und da ist vielleicht ein Park und dass das mittlerweile oft gern ein bisschen integrierter gedacht wird.

00:05:55: wie sind wir denn da an Bamberg unterwegs?

00:05:57: oder wie seht ihr das aktuell?

00:05:59: Ja also das ist bei uns auch der Fall schon allein deshalb weil unser Flächen Potenzial ja sehr begrenzt ist.

00:06:06: Also wir sind neun größte Stadt in Bayern und liegen auf dem Flächenranking aber irgendwo bei Platz dreihundert so-und-so, also da aus dieser Gegenüberstellung kann man zumindest schon mal herausfühlen was das dann konkret bedeutet.

00:06:23: im Verhältnis sehr kleinen Siedlungsraum, auf dem wir dann als Stadt uns eigentlich bewegen dürfen.

00:06:29: Das heißt letzten Endes an jedem Siedlungsrand den man hier so kennt wenn man spazieren geht, man kann eigentlich davon ausgehen dass man bereits am Auftakt eines Landschaftsschutzgebietes steht oder in einer Biotopfläche.

00:06:41: also alles was wir dann auch ein Landschaftsraum haben ist sehr schützenswert.

00:06:47: Auch die Böden, die wir hier haben ja auch noch Teile.

00:06:50: an landwirtschaftlichen Flächen ist dann oft die Ackerzahl relativ hoch.

00:06:54: also man kann sich jetzt nicht einfach mal auch abgesehen davon dass das zwanzig Hektar Ziel ja eh die Programmatik sein sollte also Begrenzung des Flächenverbrauches in ganz Bayern und in ganz Deutschland.

00:07:06: Hier muss man es wirklich leben weil man gar keine andere Möglichkeit hätte selbst wenn man wollte.

00:07:10: Es führt mich zur Frage, du hast jetzt viele Herausforderungen angesprochen.

00:07:14: Die Fläche ist nur einmal zu beplanen und zu bebauen oder zu nutzen.

00:07:21: es gibt ganz unterschiedliche Gebiete die schützenswert sind Bedarfe die erhoben werden.

00:07:27: Wie geht ihr denn um mit diesen Herausforderungen wenn die Interessen hier so aufeinanderprallen?

00:07:33: Genau, anschließend an die Frage nämlich kann man gemischere Nutzung denken.

00:07:36: Das war nämlich der andere Fragenteil.

00:07:38: das machen wir auch.

00:07:39: also wir haben zum Glück auch seit zwei tausend siebzehn vom Gesetzgeber die Möglichkeit in urbanen Gebieten so heißt es dann zu planen.

00:07:47: Das heißt also wir habe etwas höhere Emissionswerte die man ausnutzen darf und wir können tatsächlich das Thema Wohnen und Arbeiten enger zusammendenken, also auch räumlich enger zusammendenken als das Bis dato der Fall war.

00:07:59: Wir haben es auch gleich genutzt.

00:08:00: Also der Lagart Campus beispielsweise war dann in zwei Jahrzehnte und zwei Jahrzentze und achtzehn gleich das erste Stadtquartier in Bamberg was ein urbanes Gebiet geworden ist.

00:08:08: Und das heißt eigentlich all diese Themen müssen natürlich immer gleichzeitig auch In der Betrachtung stehen.

00:08:14: Bei uns heißt Es Dann Das Ist Der Abwägungsprozess Da MüsSen Alle Belange Gegen- und untereinander gerecht abgewogen Werden.

00:08:21: So Heißt Es Im Gesetzestext Und das heißt natürlich, im Zweifel zwei wird mal das eine oder das andere den Vorzug erhalten.

00:08:29: Aber in der Gesamtschau wiederum muss es dann so sein dass wir auch diese Belange mitdenken.

00:08:35: Also sollten wir zum Beispiel einer Fläche tatsächlich in Richtung größerer Versiegelung denken und sind wir zum einen gefordert diesen Ausgleich an anderer Stelle zu schaffen aber wir müssen auch mitdenen ganz unabhängig von dieser gesetzlichen Voraussetzung an anderer Stelle mehr Rettensionsraum beispielsweise schaffen oder eben eine andere Stelle bewusst frei halten.

00:08:56: Woher bekommt

00:08:56: ihr eigentlich die Daten, die euch sagen wie die Bedarfe gelagert sind?

00:09:02: denn dazu brauche ich ja viele Informationen Bevölkerungswachstum Gewerbeentwicklung Naturflächenbedarf.

00:09:09: also Wie erhebt ihr die Daten dass ihr diese Dinge ableiten

00:09:13: könnt?

00:09:13: Also was das Thema Bevölkerungsentwicklungen anbetrifft Da gibt es ja beispielsweise den Zensus, das ist ja auch vor nicht allzu langer Zeit wieder erhoben worden.

00:09:22: Gab ja auch hier in Bamberg durchaus einen spannenden Fall dass wir da nochmal nachgehen mussten auch als Stadt ganz offiziell weil wir da in der Erhebungsmethodik durchaus Nachbessungspotenzial gesehen haben.

00:09:36: Das heißt also, wir agieren da auf Daten von Geburtenraten über Stadtumland-Wanderungsbewegungen und dergleichen mehr.

00:09:45: Und haben jetzt für den Flächennutzungsplan – also für die perspektivische Entwicklung gemeinsam mit der Universität in Bamberg eine Bevölkerungsentwicklungsprognose angestellt Und das muss man sich dann so vorstellen, dass da all diese Parameter und Faktoren einfließen.

00:09:58: Wir haben bewusst eine probabilistische Schätzung dieses Mal gemacht.

00:10:03: also wir haben uns natürlich von den Fachleuten, von den Wissenschaftlern an die Hand nehmen lassen und das bedeutet im Endeffekt es werden hunderttausend Modellläufe gestartet, nicht nur also eine Schätzung sozusagen sondern einhunderttausend Schätzungen bei denen sich dann die unterschiedlichsten Parameter anpassen und man nimmt am Ende über den Medien das Ergebnis ermittelt über diese Medianberechnung dann den wahrscheinlichsten Wert.

00:10:29: Und das sind hier im Übrigen in Bamberg bis zu zwanzigvierzig roundabout dreieinachtzig tausend Bürgerinnen und Bürger.

00:10:36: Du siehst, wir haben richtig große Augen bei der Zahl hunderttausend Szenarien die da berechnet werden.

00:10:43: Wie wird das denn dann weiter verarbeitet?

00:10:46: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:10:48: Wie kommt ihr klar mit dieser unglaublichen Datenfülle?

00:10:51: ja und eigentlich ergänzt dazu du hast ja vorhin schon gesagt Wir haben eigentlich einen harten Cap.

00:10:56: also wir haben Gelände ist nicht mehr so viel dazuzumachen aber wir werden immer mehr Ist auch jetzt schon so während Bamberg irgendwie nach Miete oder Haus sucht weiß genau Das ist richtig hart.

00:11:07: Übrigens, wir suchen auch Spaß.

00:11:10: Nee und das ist einfach so ein Ding glaube ich was viele Bamberger Bürgerinnen und Bürger bewegt.

00:11:16: Was ist denn da überhaupt möglich?

00:11:18: Also wenn wir sagen der Platz ist begrenzt können wir eigentlich nur nach oben gehen oder was machen?

00:11:23: Genau also dass es im letzten Endes geht immer um gemischte Nutzungen oder tatsächlich im Rahmen der Nachverdichtung auch die Fragestellungen wo kann man tatsächlich höher gehen, als man das bislang auch in den Geschossigkeiten getan hat.

00:11:34: Wo kann man vielleicht noch ein Dachgeschoss was bis dann nicht genutzt war?

00:11:37: Dann auch für Wohnzwecke umnutzen.

00:11:40: Auch da hat uns der Gesetzgeber vorne ich allzu langer Zeit über den sogenannten Bauturbo.

00:11:44: Da gab es glaube ich auch schon mal im Podcast zu.

00:11:47: Die Möglichkeit

00:11:48: geschaffen auch über die bisherigen Festsetzungen also dass was sich die Stadt selber als Satzung mit auf den Weg gegeben hat auch davon befreien zu können.

00:11:56: Also im Einzelfall zu prüfen inwieweit man sich vorstellen kann abzuweichen.

00:12:01: Also wir begrenzen unser Wachstum eigentlich nur über die zur Verfügung Stellung von Flächen, wenn wir sie aber nicht zur Verfügung stellen.

00:12:07: Die Stadt ist so attraktiv und prosperiert ja trotzdem auch als Arbeitgeber weiter und auch das soziale kulturelle Angebot ist einfach die Lebensqualität ist so hoch hier in Bamberg dass die Leute gerne kommen.

00:12:18: Deshalb

00:12:18: sind wir da.

00:12:20: Ja ehrlicherweise deshalb bin ich auch da.

00:12:22: Wir als Familie sind auch hier und hier geblieben weil es uns so gut gefällt und das heißt aber natürlich Wenn wir jetzt sagen, gut.

00:12:30: Wir sind an einem im Zweizer harten Gap angekommen und können nicht weiterwachsen, dann wächst der Landkreis weiter.

00:12:37: Dann muss man den Blick wieder weiten und sagen all das was dann im Landkreisen stünde ist es deutlich besser als hier.

00:12:44: Besser im Sinne von die Flächenversiegelung die da stattfindet weil wir natürlich hier doch über urbanere Strukturen reden.

00:12:52: also ist dann das Einfamilienhaus im Land Kreis seinen Markt findet und die Leute auch gerne da wohnen wollen, aber in so einer Verhältnismäßigkeit.

00:13:03: Also wir werden es sozusagen für unser Siedlungsgebiet bis zur Stadtgrenze.

00:13:07: dann wenn man denn wollen würde könnte man sagen gut wir weisen nichts mehr aus, aber dann entsteht das trotzdem im Landkreis oder noch weiter draußen, nicht nur im ersten Nächsten in Speckgürtel sondern vielleicht im zweiten oder dritte, vierte Ebene und die Leute pendeln dann mit dem Auto rein weil sie im Zweifelsfall ja trotzdem hier arbeiten.

00:13:23: Und hier abends die Kulturveranstaltung nutzen wollen.

00:13:26: also Alles spielt mit allem eigentlich zusammen.

00:13:32: Das Stichwort Wohnen und Arbeiten würde ich gerne nochmal aufgreifen, denn das eine ist wir brauchen Wohnraum, das andere wir brauchen Arbeitsplätze Gewerbeflächen, Gewerbegebiete und wollen ja als Stadt auch neue Geschäftstätigkeit ansiedeln.

00:13:49: Wie gehen wir denn mit dieser Engführung um?

00:13:52: Ja, auch da gibt es Prognosezahlen.

00:13:55: Da gibt's auch wissenschaftliche Modelle dazu die wir verwandt haben das heißt in dem Fall TBS GIFPro Und da kann man natürlich auch nach verschiedenen Branchenfiltern.

00:14:05: Man kann natürlich bewusst steuern über gewisse Faktoren, wo will man hin?

00:14:10: Also wie hoch soll die Arbeitsplatzdichte sein, die man ansiedeln will?

00:14:14: Will man überhaupt unbedingt noch den großen Logistiker oder vielleicht den fünften Logistika am Standort haben, die natürlich alle wichtig sind für Lieferketten und Prozesse?

00:14:24: aber man kann ein Stück weit darüber steueren Und wir haben einen Bedarf von neunundsechzig also knapp setzig Hektar neue Gewerbefläche, die wir mit in unseren Flächen-Nutzungspanenprozess auch nehmen genommen haben.

00:14:39: Die müssen natürlich auch irgendwo verortet sein Und da kann natürlich wieder diese gemischteren Nutzungsstrukturen nur einen gewissen Teil von abbilden.

00:14:46: Weil am Ende wird es auch industrielle Flächen brauchen, die dann auch so eine Prägung haben und eben mehr Lärm emittieren dürfen und nicht verträglich sind wenn da direkt daneben jemand schlafen möchte.

00:14:57: Nutzt ihr diese Daten und diese Erhebungen uns Szenarien jetzt nur innerhalb der Stadt?

00:15:03: oder treten auch Wirtschaftsverbände an euch heran um auf diese Daten zuzugreifen?

00:15:09: Wir haben auch immer träge öffentlicher Belange mit im Spiel, wie zum Beispiel ein Wasserwirtschaftsamt oder sonstige Verbände.

00:15:17: Das geht auch bis hin zu Bund Naturschutz und ähnlichen Interessenverbänden die sich dann jetzt auch im Verfahren beteiligen dürfen und deren Expertise und deren Grundhaltungen wir natürlich auch mit in den Abwägungsprozess einstellen müssen.

00:15:31: Und insoweit wir treten jetzt natürlich auch eine Handwerkskammer von Oberfranken kann sich beteiligen, wenn sie denn möchte und ihre Belange mit in das Verfahren eingeben.

00:15:43: Wie funktioniert denn das?

00:15:44: Wenn ihr jetzt die Handwerkskammer sagt um besser planen zu können, jetzt auch mit unserem Ausbildungszentrum, mit unserem Weiterbildungs-Zentrum brauchen wir dieses Szenarien was kostet es?

00:15:56: Also das kostet gar nichts.

00:15:58: Wir haben all diese Pläne, wir sind jetzt ganz konkret ins Verfahren gestartet.

00:16:02: also es gibt in den Bauleitplanverfahren immer zwei Beteiligungsschritte einmal die frühzeitige Beteilligung und dann noch die Auslegung.

00:16:08: Und wir sind gerade beim Flächennutzungs- und Landschaftsplan jetzt in die Frühzeitige beteiligungen gestartet.

00:16:12: Das heißt erste Auslage aller dieser Unterlagen gut achten untergleichen mehr.

00:16:16: Die kann man auch online einsehen oder bei uns im Amt.

00:16:19: Und dann hat man Zeit, jetzt in diesem konkreten Fall bis zum Zweiundzwanzigsten Mai eine Stellungnahme heißt es dann formal abzugeben.

00:16:25: Wir werden

00:16:26: das übrigens im Podcast unten verlinken.

00:16:27: also schaut mal die Show Notes rein und könnt ihr da einfach direkt drauf klicken.

00:16:30: wenn euch das interessiert und berührt dann schaut mal rein.

00:16:34: ich würde das machen aber wahrscheinlich ist das viel zuviel zum lesen.

00:16:37: muss dann die KI kürzen?

00:16:40: Und wie intensiv sprecht ihr mit den anderen Beteiligten, Bund Naturschutz?

00:16:45: Den Menschen die sich für die Erhaltung der natürlichen Flächen einsetzen.

00:16:49: Wie kommen diese Interessen in den Szenarien zur Geltung?

00:16:53: Also ganz vieles von dem was wir jetzt abbilden im Flächennutzungs- und Landschaftsplan ist ja auch schon über andere Gutachten abgebildet, die wir dann oft auch nur nachrichtlich so heißt es dann übernehmen.

00:17:03: das heißt also wir sind ja wenn's zum Beispiel um das Thema Landschaftsschutzgebiete geht von der Regierung festgelegt und die übernehmen wir dann.

00:17:12: Die implementieren sich dann eigentlich mehr oder weniger automatisch in das große Planwerk, wenn wir jetzt in solche Beteilungsverfahren einsteigen, dann gibt es natürlich hier und da auch noch mal spezielle Themen, gesondert noch mal bespricht.

00:17:24: Also, ich glaube wir alle können uns noch daran erinnern die so ein bisschen mit Planung hier in Bamberg zu tun haben das Thema MUNA als wir da in den Bebauungsplan eingestiegen sind vor wenigen Jahren.

00:17:34: Da gab es dann auch eine Bürgerinitiative zu.

00:17:36: Da muss man sich im Nachgang natürlich immer die Frage stellen hätte man vorher noch intensiver miteinander sprechen sollen?

00:17:41: Hätte man optimale Lösungen finden können?

00:17:44: aber die Gespräche laufen so oder so und intensivieren sich an einigen Stellen und an anderen Stellen ist es eigentlich so einen Selbstläufer weils bereits fertige planen Lagen gibt, die man dann implementiert.

00:17:54: Das stelle ich mir tricky vor!

00:17:56: Wir wollen jetzt Wohnraum haben wir wollen vielleicht aber auch nicht alles versiegeln.

00:18:00: manchmal sind das auch Dinge die vielleicht ein bisschen in den politischen Raum in die Bewegungen da ändert sich dass ihr am Zeitgeist auch immer... Jetzt haben wir große Herausforderung was den Klimaschutz angeht und dann haben wir auch gleichzeitig irgendwie Ideen zur Energie- und Mobilitätswende.

00:18:14: und ich merke auch einem konkreten Beispiel wenn man jetzt nichts macht dann entsteht es auf dem Land und die Leute fahren mit im Auto rein, da brauchen wir Parkplätze.

00:18:22: Das Problem ist einfach nur verlagert.

00:18:24: ich spüre da kommt irgendwie Politik mit rein, dann kommen da einfach konkrete Bürger- und Bürgerinneninteresse oder Wirtschaftsinteressen und irgendwo müsst ihr dann entscheiden wie so ein Richter in einem Vergleichsprozess.

00:18:33: oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:18:35: Im Detail ist es dann oft hochkomplex weil man eben sowohl vom Kleinen immer wieder ins Große denken muss.

00:18:41: also wenn man sich auch räumlich die in die Verteilung verschiedener Nutzungen innerhalb der Stadt dann wenn man in diese Richtung denkt dann muss man sich schon die Frage stellen wenn wir jetzt in diesem Stadtraum diese und jene Nutzung zukünftig vorhalten wollen.

00:18:52: Was bedeutet das für andere Flächen?

00:18:54: Was bedeutet, dass für die Vernetzung innerhalb der Stadt?

00:18:57: was bedeutet, das für Verkehrsträger und dergleichen mehr?

00:19:00: Und am Ende ist es schon so eine Art von Versuch einen guten Kompromiss anzusteuern.

00:19:06: aber ich glaube wir verspüren das ja auch alle in der aktuellen Zeit.

00:19:10: Die Rahmenbedingungen ändern sich immer schneller.

00:19:13: Auch die politischen Impulse ändern sich teilweise immer schneller.

00:19:17: und in so Transformationsprozessen ist es ja oft so, wenn man eine Veränderung anstoßen will von der eigentlich viele überzeugt waren.

00:19:24: Wenn es dann ins Konkrete geht gibt es doch Widerstände.

00:19:27: Und diese Widerstände das ist wie eine Amplitude, die schlagen im Zweifelsfall stärker aus als man das erwartet hatte.

00:19:34: und trotzdem darf man natürlich das Ziel nicht aus den Augen verlieren

00:19:37: und vielleicht manchmal auch Partner suchen, die ähnliche Bedingungen haben.

00:19:41: Das bringt mich auf die Idee dass wir ja als mittelalterlich geprägte Städten unglaublich engen Siedlungsraum haben.

00:19:49: Und dass es ja aber auch andere Städte mit den gleichen Bedingungen gibt, ich habe gelesen ihr seid in einem Verbund der mittelalterlichen Städте.

00:19:57: Wie sprecht er über diese Engführungen, über die wir jetzt gerade auch geredet haben und wie tauscht er euch aus?

00:20:04: Wo gibt's vielleicht auch Best Practice von dem Ihr lernt?

00:20:08: Ja genau das ist der Fall.

00:20:09: also diese Suche nach Best Practice Beispielen da Gemeinschaft der historischen Städte Gold wert.

00:20:15: Wo man sich wirklich auf einer Fachebene miteinander austauscht, wieso ist diese oder jene Entscheidung gefallen wie sie gefallen ist?

00:20:22: Wie hätten vielleicht auch die Protagonisten eigentlich lieber entschieden?

00:20:25: was wäre jetzt vielleicht das fachlich sogar noch bessere Ergebnis gewesen?

00:20:29: wo war aber die Kompromisslinie die man hat nicht überschreiten können auch im politischen Entscheidungsprozess.

00:20:35: Selbst wenn so ein Vorzeigeprojekt dann entstanden ist, das Gras beim Nachbarn ist immer grüner aber trotzdem bekommt man damit wie schwer dieser Prozess war da hinzukommen.

00:20:44: und das stärkt einen in der täglichen Arbeit wieder weil man nach Hause fährt und sagt okay man kann Ziele erreichen, man muss manchmal einfach durchhalten, man muß vielleicht noch mal eine Schleife drehen und nochmal Impuls mit aufnehmen.

00:20:57: Aber am Ende macht es Sinn an der Sache zu bleiben.

00:20:59: Also da vielleicht kurz mal bei den Zielen zu bleiben.

00:21:03: Für alle diejenigen, die sich vielleicht nicht die Zeit nehmen werden diesen gesamten Bebauungsflächen Nutzungsplan durchzulesen habt ihr vielleicht so ein paar kurze News was jetzt passiert in Bamberg?

00:21:15: Was sind vielleicht wichtige Sachen?

00:21:16: und gleich mitgedacht die Frage gibt es denn auch dann Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger die das jetzt hören eben noch Einfluss zu nehmen auf Ideen und Planungen?

00:21:27: Die Programmatik quasi des Planes ist eigentlich innen vor Außenentwicklung.

00:21:31: Darauf kann man es eigentlich runterbrechen, also wir versuchen tatsächlich die freien Landschaftsräume zu schützen das Ziel einer Nichtversiegelung bislang vorhandener Flächen auch wirklich erreichen zu können und tatsächlich was wir eingangs schon gesagt hatten das Thema Nachverdichtungen mehr zu denken also tatsächlich in den vorhandenen Strukturen in den Vorhandensiedlungsräumen diese Bedarfe alle abzubilden.

00:21:53: Also das ist eigentlich unser Ziel zu sagen, wir wollen ausschließlich in Innenentwicklung denken.

00:21:58: Das heißt im Übrigen auch, wir haben einige der Flächen die es bislang gab als Potenziale, die also noch nicht in den letzten fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahren entwickelt worden sind einige dieser Flächen auch bewusst zurückgenommen.

00:22:09: Also

00:22:09: eher so Restrukturierungen umbauten des bestehenden und dann eigentlich diese ganzen verschiedenen Ziele zu erreichen ohne dass man die Stadt letztlich jetzt größer baut oder?

00:22:22: Genau, es gibt ja auch die Stadt der kurzen Wege.

00:22:25: Die fünfzehn Minuten Stadt da gibt's unterschiedlichste Begrifflichkeiten für und ich glaube das was wir hier alle auch schätzen ist man hat alles in extrem kurzer Distanz.

00:22:33: Man setzt sich aufs Rad oder geht zu Fuß im Zweifelsfall.

00:22:37: Man braucht das Auto nicht sondern kann sein gesamtes tägliches Leben ausschließlich so abbilden und dass ist ja auch wieder ein Stück dieser Lebensqualität.

00:22:46: Absolut.

00:22:47: also das ist einfach Zeit die ich nicht in der Tram oder im Bus oder sonst oder am Auto verbringe sondern ich kann... Da dann zu Hause sein bei meiner Family oder einfach draußen im Park, der ja auch nur zehn Minuten Fußweg ist.

00:22:58: Also das sind schon was, was für mich auch Bambergs so besonders macht und ich glaube es geht vielen so.

00:23:03: Sehr

00:23:03: schönes Beispiel war ja auch Louis One zudem wir auch eine Podcast-Folge gedreht haben wo es genau dieses Thema der fünf Minuten statt sogar gab Und ein sehr sehr schönes Beispiel wie diese unterschiedlichen Interessen Naturflächen Wohnen Arbeit Betreuung wirklich in eins gedacht werden konnten.

00:23:23: Im Übrigen auch ein urbanes Gebiet.

00:23:25: Ja, das stimmt!

00:23:28: Und

00:23:29: ein tolles Miteinander im Stadtgestaltungsbeirat.

00:23:34: Ich habe noch eine Nachfrage zu den mittelalterlichen Städten.

00:23:38: kannst du nochmal sagen welche anderen Städte da mit im Verbund sind außer Bamberg?

00:23:44: Ja ich muss mir überlegen dass ich keine vergesse.

00:23:47: also wir haben Regensburg Lübeck, Görlitz, Strahlsund, Meißen und Virenbarnberg.

00:23:56: Also sechs Städte

00:23:58: die da

00:23:58: beteiligt sind.

00:23:59: Es ist weit und es sind ganz unterschiedliche Voraussetzungen und natürlich ein wunderbarer Lern- und Experimentierraum um sich da auszutauschen

00:24:09: Absolut.

00:24:10: Und es ist auch etabliert, also der Ursprung beruht auf neunzehntfünfundsiebzig.

00:24:16: da war der erste Zusammenschluss von drei Städten und nach der Wiedervereinigung kamen dann noch drei weitere hinzu.

00:24:24: extrem wichtig, weil es kommt ja noch dazu diese Themen der Städtebauförderung laufen auch immer übers Land.

00:24:31: Und das Land oder der Bund geben ihren Anteil mit in die Projekte dann ein und die Grundvoraussetzungen in verschiedenen Bundesländern sind auch unterschiedlich.

00:24:41: Auch darüber nochmal zu lernen wie laufen dann die Prozesse tatsächlich operativ ab wenn es um Städtepaarförderung geht?

00:24:48: oder welches Land hat vielleicht die besseren Programme, die man wiederum dann in den Diskussionsprozess auch mal bei uns mit einstellen könnte?

00:24:56: und auch an den Freistaat herantreten kann.

00:24:58: Und sagt schaut doch mal vielleicht in Richtung Schleswig-Holstein oder sowas da gibt es auch schöne Förderkulissen.

00:25:04: das ist Ja, einfach teilweise sehr fruchtbar.

00:25:09: Wobei man immer sagen muss also wir in Bayern können das schon nicht meckern Das läuft schon sehr gut.

00:25:14: Wie oft trefft ihr euch oder wie oft ist der Austausch?

00:25:17: Es gibt so vier turnusmäßige Treffen im Jahr In

00:25:20: Präsenz.

00:25:21: Genau, in Präsens.

00:25:23: klar man kann vieles und auch während Corona haben wir auch vieles digital gemacht.

00:25:27: aber gerade wenn es um solche Arbeitskreise geht und wenn man die Projekte sich anschauen will die Beispiele dann muss man vor Ort sein weil ansonsten kann man auch so ein Stadtraum nicht fühlen.

00:25:36: ja das muss man

00:25:38: In den Städten dann direkt in den Raum und guckt euch die Projekte

00:25:42: an.

00:25:42: Genau, also es gibt immer einen Teil wo man am Tisch sitzt und sich eben austauscht auch wenn's um neue Förderrichtlinien geht oder neue Gesetzgebung und da gibts aber immer auch ein Teil Exkursionen und dann ist man unterwegs Und wir in Bamberg haben jetzt gerade für zwei Jahre die Geschäftsführungen Aber die tauscht dann, die wechselt alle zwei Jahre.

00:26:01: Und genau, dann tingelt man durch die Städte und versucht gemeinsam neue Impulse zu setzen.

00:26:07: Großartig!

00:26:08: Ja Klasse ich bin auch mal großer Freund von Konkret.

00:26:11: und da wären jetzt zwei Gebiete, die mir irgendwie immer wieder auffallen.

00:26:15: das eine ist sicherlich auch vielen ins Auge gestochen Das Atrium.

00:26:19: was passiert denn damit?

00:26:21: Passiert da noch etwas?

00:26:22: Kommt da Wohnräume rein, was kann man daraus machen?

00:26:26: Und das andere auch in der Nähe einmal über die Brücke drüber jenseits der Gleise.

00:26:31: Da ist eine Fläche von dem Aldi und dem Rewe

00:26:35: an

00:26:37: der Pfisterbrücke.

00:26:40: gebuddelt wurde und seitdem ist da nur so ein Zaun.

00:26:43: Und ich weiß nicht, was passiert?

00:26:45: Ja also hier um den Bahnhof rum ist ja so oder so einen Hotspot, was Projekte anbetrifft.

00:26:50: Also wir hatten jetzt schon das Louis One.

00:26:52: Wir haben auch die Idee, einen regionalen Omnibus-Bahnhof etablieren zu können.

00:26:57: Hier direkt am Bahnhof...

00:26:59: Den Rob!

00:27:00: Ich habe noch nie von gehört.

00:27:02: Das ist ja schick.

00:27:02: Genau.

00:27:03: Also das steht auch in dem in den Büchern, dass wir das umsetzen wollen im Zuge des Bahnausbaus.

00:27:10: Beim Landratsamt gibt es die Idee, den Verwaltungsstandort zu erweitern.

00:27:14: Dahinter gibt's die Kalmsgasse wo die Bautätigkeiten auch als bald beginnen dürften also sichtbar auch dass man das da was aus dem Boden heraus wächst dann das Atrium da laufen ja die Baudätigkeiten gerade.

00:27:28: wir sind also guter Dinge dass das noch in einem absehbaren Zeitraum auch tatsächlich realisiert wird.

00:27:34: So ungefähr?

00:27:34: Was könnte das für ein Zeitraum sein und was passiert da?

00:27:37: Was entsteht da?

00:27:38: Da steht auch eine gemischt nutzte Immobilie aus einem Hotelstandort, da wird es noch Ladengeschäfte geben sollen.

00:27:46: Es wird ein Supermarkt geben, es wird Büroeinhalten geben Freizeitmöglichkeiten die entstehen werden.

00:27:53: also auch da die Idee wie kann man stichwort gemischte Nutzungen jetzt nicht unbedingt wohnen in dem Fall?

00:27:59: aber Wie kann man auch da verschiedenste Interessen bedienen und eine lebendige Immobilier direkt am Bahnhof entwickeln?

00:28:07: Und drüben beim Pfisterberg Da gibt es ja auch Entwürfe.

00:28:11: Gibt auch einen konkreten Bebauungsplan, das nennt sich dann immer vorhabenbezogener Bebauungspan, also es ist konkret definiert was da entstehen soll.

00:28:19: Da eine Mischung aus Wohnen und Büro-Nutzungen.

00:28:23: Und das ist so ein typischer Fall den man da beobachten kann.

00:28:27: dieses Projekt ist kurz vor Corona tatsächlich in die Zielgrade eingebogen was das Thema Planungsrecht anbetraf und als es um die bauliche Umsetzung ging Stichwort Baukostensteigerung und der gleichen Mehr-Energie-Krise, all das was da so mit rein spielt.

00:28:42: Das hat das natürlich nochmal ordentlich durchgerüttelt und wir sind aber weiter in guter Dinge dass wir als bald auch in Richtung Entwicklung also wirklich bauliche Entwicklungen denken können.

00:28:53: Bauen dauert einfach auch immer wirklich sehr lange, sowohl die planungsrechtlichen Schritte als auch dann die Umsetzung.

00:29:01: Was es gar nicht so einfach macht für Bürgerinnen und Bürger da auch Anteil zu nehmen?

00:29:07: Kannst du noch mal etwas sagen welche Möglichkeiten die Bürgerinnen- und Bürger in Bamberg haben wenn solche Projekte aufgelegt werden, da Einfluss zu nehmen.

00:29:18: Wir sind natürlich, das ist ja der politische Prozess auch in verschiedensten Senaten vertreten.

00:29:22: Also es gibt einen Bau- und Werksenat, der als Fachsenat des großen Stadtrates regelmäßig tagt.

00:29:29: Die meisten dieser Projekte wenn es dann um Bebauungspläne, um ein Flächennutzungsplan oder auch einzelne Vorhaben geht die tauchen in diesen Senaten auf.

00:29:39: Ich weiß, dass es oft zu Zeiten wo man dann also nicht unbedingt als arbeitender Mensch hin kann.

00:29:45: Dass die beginnen immer um sechzehn Uhr aber die sind alle öffentlich.

00:29:48: das heißt also wäre man jetzt wirklich interessiert Dann ist jeder herzlich eingeladen sich zu diesen Senatstermin und da gibt's ja auch noch andere Senate in der Stadt beim Kultursenat Den gesamten Stadtrat natürlich auch, der auch einmal im Monat tagt.

00:30:02: Auch ab sechzehn Uhr jeweils öffentlich.

00:30:04: da kann man sich also mit reinsetzen und kann dann auch den politischen Diskurs miterleben.

00:30:10: Und ganz unabhängig davon haben wir natürlich auch Formate die wir bespielen.

00:30:14: Also wir waren jetzt was den Flächen Nutzungsbahn anbetrifft erst kürzlich in der Volkshochschule hatten da eine Abendveranstaltung.

00:30:20: Da kann man dann Rückfragen stellen.

00:30:23: Wir sind Auch wiederum in Stichwort Flächen-Nutzungsbahn auch in der Jugendbeteiligung werden also noch im Mai in die Benze gehen und auch da versuchen, nochmal einfach dieses Klientel zu aktivieren.

00:30:35: Und die guten Ideen, die da schlummern abzuholen und mit in den Prozess einbinden zu können.

00:30:41: Im Übrigen sind wir gerade aktuell regelmäßig im Stadtraum vertreten am Zopp.

00:30:46: wer sich da jetzt speziell zum Flächennutzungspan informieren möchte ist.

00:30:50: Auch da herzlich willkommen!

00:30:52: Also ein ganz informelles Angebot einfach reinkommen, die Kolleginnen und Kollegen fragen, die da sind.

00:30:58: Und ansonsten... Ich meine wir sind ein Amt das klingt wahrscheinlich immer so verkrustet aber wir haben Telefone, wir haben E-Mail Adressen.

00:31:06: uns kann man schreiben.

00:31:08: Wir machen gerne auch mal einen Termin aus wenn es um was geht zu dem man sich austauschen sollte.

00:31:13: Und ihr macht wunderbare Podcasts!

00:31:16: Ich will's hoffen.

00:31:17: ja

00:31:19: Gibt es weitere Kommunikationsangebote, die ihr macht?

00:31:22: Also da war jetzt schon ganz viel dabei.

00:31:24: Zum Hören euch persönlich treffen am Zopp.

00:31:28: Es gibt ein Rathausjournal.

00:31:30: Ich kann die Dinge gedruckt lesen.

00:31:33: Gibt's auch digitale Kanäle, die ich nutzen kann?

00:31:36: Ja also auf unserer Website stehen zum Beispiel auch alle Pläne.

00:31:39: Jetzt sind online abrufbar.

00:31:41: wenn man sich das jetzt Jetzt gleich in den nächsten fünf Minuten oder parallel zum Hören einfach mal reinziehen will, kann man auf die Internetseite gehen und sich die Pläne runterladen.

00:31:50: Das gibt es auch.

00:31:50: wir haben da auch die Terminankündigungen.

00:31:52: Wir nutzen auch von der städtischen Presse Stelle aus Facebook Instagram ich sage mal so das Social Media wird eigentlich auch so bespielt dass wenn man, wir haben ja auch eine neue Bamberg App auch da werden all diese Termine demnächst angekündigt werden.

00:32:06: also wenn man ein bisschen auf dem Laufenden bleiben will dann kann man da einfach reinschauen.

00:32:10: Die funktioniert richtig gut.

00:32:12: Ja, ich habe sie auch gleich runtergeladen.

00:32:14: Wären wir auch einfach unten im Podcast verlinken?

00:32:17: Also es passiert ganz viel.

00:32:19: vielleicht zum Abschluss eine Frage.

00:32:21: Hast du eine stadtplanerische Vision für Bamberg?

00:32:25: wenn ja wie sieht die aus?

00:32:27: Ich würde mir wünschen dass die prosperierende Entwicklung und all die Vorteile die wir dadurch genießen das wir die erhalten können, dass wir also weiter an dieser dynamischen Entwicklung arbeiten können.

00:32:38: Das macht auch unglaublich viel Spaß hier in Bamberg weil wir eine Stadtgesellschaft haben die sich ja auch wirklich intensiv beteiligt und die auch progressiv denkt und gleichzeitig müssen wir es natürlich schaffen diesen Charakter der Stadt das, was wir als Lebensqualität verstehen auch zu bewahren.

00:32:56: Also genau diese spannende Mischung aus – Was ist die Zukunft?

00:33:00: Und was ist das, dass wir aus der Historie und dem aktuellen Bestand mitnehmen wollen, diese Entwicklung auszugestalten?

00:33:06: Das ist hochspannend!

00:33:08: Also toll!

00:33:09: Ich komme nochmal auf meinen Artium zurück.

00:33:10: Da geht es dann auch darum, dass eigentlich das,

00:33:17: Also man kann ja schon erkennen, das ist ein Teilabbruch vollzogen worden.

00:33:20: Aber der Rest, der jetzt noch steht bleibt auch Erhaltenden sind wir oft in diesem Bereich grauer Energie.

00:33:24: also wie geht man damit um dass man die Gebautesubstanz natürlich auch nachnutzen oder ändern kann?

00:33:30: Wie kann ich mit dem was schon da ist dann auch weitermachen nur in anderer Form?

00:33:35: Da war es unglaublich viel drin lieber Achim!

00:33:38: Ganz ganz herzlichen Dank.

00:33:39: Ich muss ehrlich sagen Das war eine aufregende Folge.

00:33:43: Wir haben soviel gelernt Was bei dir im Amt passiert

00:33:47: Wofür

00:33:47: du Verantwortung trägst mit deinen Kolleginnen und Kollegen?

00:33:51: Was ihr entwickelt, welche Daten ihr nutzt um sie zusammenzustellen anderen wieder zur Verfügung zu stellen.

00:33:58: Welche Best Practices es gibt in der Zusammenschau mit anderen mittelalterlichen Städten Und wie viele unterschiedliche Interessen jeweils abgewogen werden müssen bevor so eine Planung stattfinden kann.

00:34:12: also Respekt Schapo.

00:34:14: ganz herzlichen Dank dass Du es so klar für uns erklärt hast.

00:34:18: Ja, hat mir Spaß gemacht!

00:34:20: Jetzt haben wir natürlich abschließend noch eine Frage.

00:34:22: Was kann denn die Stadtspitze in Zukunft tun um eure Arbeit weiter zu unterstützen?

00:34:28: Jetzt haben ab Mai einen neuen Oberbürgermeister.

00:34:32: Wir werden die Wünsche, die du jetzt äußerst dann in eine Zeitkapsel einfrieren.

00:34:37: aber schieß mal los was wäre da drin?

00:34:40: Also ich glaube auch in der Gesellschaft ganz wichtig ist, ist dieses Thema Kompromissfindung.

00:34:47: Also wir müssen es schaffen alle Ideen, alle Belange dieser Stadtgesellschaft mit in diese Prozesse einstellen zu können.

00:34:54: und dafür braucht es natürlich jemanden an der Stadtspitze, der auch diese Kompromisse ausverhandeln kann, der überhaupt es schafft, alle Leute mit ins Boto zu holen und dann auch mit in diesen hoffentlich mutigen Veränderungsprozesse die angestoßen werden in den kommenden Jahren Ja, alle mitzunehmen und diese Transformationen.

00:35:16: Diese Veränderung die da ansteht und die hochspannend ist, die dann auszugestalten.

00:35:20: aber da mache ich mir ehrlicherweise nicht so große Sorgen.

00:35:23: Ich glaube das sieht doch ganz gut aus gerade jetzt mal ganz unabhängig von jeglicher Parteikulör junge Menschen in solchen Positionen Da kann man glaube ich gutes hoffen.

00:35:34: Ich freue

00:35:34: mich, das zu hören.

00:35:36: Also man hört raus an der Verwaltung liegt es nicht!

00:35:38: Die Leute haben eigentlich Bock und jetzt haben wir auch eine Politik die das unterstützt.

00:35:43: also wir packen sie in die Zeitkapsel.

00:35:51: An dieser Stelle bedanken wir uns auch bei allen Hörerinnen und Hörern fürs Zuschalten.

00:35:55: Und möchten euch dazu einladen, euch an der Diskussion zu beteiligen?

00:35:58: Wir haben ja den Links unten in der Beschreibung wo ihr euch direkt mit dem Stadtplanungsamt in Verbindung setzen könnt.

00:36:05: Ihr könnt aber auch einfach uns schreiben wenn ihr einen Thema habt oder ein Anliegen und wenn das die betrifft dann werden wir das weiterleiten.

00:36:11: Schreibt uns gerne in Kommentare oder an redaktionadbamm-talk.de.

00:36:14: Das war's von uns für heute mit BAM Talk.

00:36:17: Bis zum nächsten Mal Euer Leonard.

00:36:19: Untertitel im Auftrag des ZDF.

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