Nachhaltigkeit ist kein Kostenfaktor – sondern der Schlüssel zum Erfolg
Shownotes
Nachhaltiges Wirtschaften ist kein Luxus – es ist Überlebensstrategie. Unternehmen, die heute nicht nachhaltig agieren, werden morgen nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Anita Merzbacher macht klar: Nachhaltigkeit ist gutes Wirtschaften, weil sie Ressourcen schont, Kosten senkt und Risiken wie Klimaschäden oder Lieferkettenbrüche minimiert.
Doch wie gelingt der Wandel? Wirtschaft und Verwaltung sind bereits in Bewegung – doch gemeinsam sind sie stärker. Die Wirtschaft bringt Innovationskraft und Tempo mit (z. B. in Energie- oder Kreislaufwirtschaft), während Verwaltungen Räume für Experimente schaffen und langfristige Strukturen sichern. Nadine Haßlöwer zeigt: Gerade Kommunen testen bereits mutige Ansätze – etwa bei sozialer Innovation oder Bürgerbeteiligung.
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00:00:13: Welche Strategien entwickeln Unternehmen und öffentliche Institutionen, um zukunftsfähig zu bleiben?
00:00:19: Welche Ansätze in Wirtschaft und Verwaltung sind Erfolgversprechend.
00:00:23: Und mit welchen Projekten gelingt es adäquat auf moderne Herausforderungen zu reagieren?
00:00:29: Überall diese Fragen sprechen wir heute mit zwei Expertinnen die ihre Erfahrungen und Erfolge mit uns
00:00:35: teilen!
00:00:41: Und damit herzlich willkommen zu BAMTALK, deinem Podcast zum Wirtschaftsstandort Bamberg mit
00:00:46: Michaela und
00:00:47: Lennart.
00:00:47: In unserem Podcast sprechen wir mit Bamberger Bürgerinnen und Bürgern und Schlüsselpersonen der Bamberger Wirtschaft und Verwaltung.
00:00:53: Denn davon sind wir überzeugt!
00:00:55: Wir brauchen einen Wettbewerb um die besten Ideen für Bamberg.
00:00:58: Zu Gast bei uns sind heute Anita Merzbacher, die Vorstandsvorsitzende von Juno Aino und Vorstand im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft in Berlin und Nadine Hasslöwer, die geschäftsführende Gesellschafterin von Easy dem Institut für soziale Innovation in Düsseldorf.
00:01:17: Herzlich willkommen!
00:01:19: Schön dass ihr beide da seid.
00:01:21: Wunderbar ich freue mich auch.
00:01:22: Vielen Dank für die Einladung auch aus Düsseldorf zu eurem Bamtalk.
00:01:27: Ja,
00:01:27: also wir freuen uns ganz besonders dass wir jetzt auch diesmal wieder zwei Frauen in wirklich führenden Positionen da haben und beide ihr habt ja beide Bezug zum Baumwerk.
00:01:35: Also wollt ihr das kurz mal erzählen?
00:01:37: Ich kann gerne mal anfangen.
00:01:39: ich bin ja hier zur Schule gegangen ich war im Institut der englischen Freulein hier in der Innenstadt und war auch im Kindergarten schon im Hain im Josefs Kindergart nicht kommen aus dem Umkreis.
00:01:51: ich komme aus Ebing Aber ich bin hier in Bamberg schon im Kindergarten gewesen.
00:01:55: Ich war in der Martin-Schule dann ein Stück weit, Institut der Englischen Fräulein und dann habe ich auch tatsächlich Wirtschaftsinformatik hier in Hamburg studiert.
00:02:04: In den Neunzigern hat das gerade gestartet.
00:02:06: Hat mich interessiert, Wirtschaft und Informatik zusammenzudenken.
00:02:10: Genau also von daher bin ich ein Bamberger Kind.
00:02:12: Super Nadine!
00:02:13: Und du hast einen persönlichen Bezug zu Bamberg?
00:02:15: Welcher ist es?
00:02:17: Ja mein Bezug ist ein ganz privater Bezug Und ich durfte seit drei Jahren diese schöne Stadt kennenlernen und
00:02:28: auch
00:02:29: so die ein oder andere Wirtschaftsvernetzungsveranstaltung kennenlern.
00:02:33: Ich komme selbst aus einer Stadt aus Lippstadt, die eine ähnliche Größenordnung hat wenn auch ein bisschen anders gestaltet wohne jetzt seit langem in Düsseldorf und habe da den Institutsstandort und finde es einfach sehr schön dass diese kurzen Wege und die Nähe Und das ist auch was, was mich bei Kunden immer wieder begeistert und fasziniert.
00:02:56: Das ja eher der kommunale Raum mit dem wir arbeiten, dass man doch in Städten mit so einer Größenordnung einiges sehr direkt und schnell umsetzen kann, weil man sich kennt.
00:03:07: Das ist wirklich schön!
00:03:08: Sehr schön auch, dass wir uns kennengelernt haben beim Weihnachtsfeier des Wirtschaftsklubs.
00:03:13: Wir saßen nebeneinander und so entstehen manchmal durch die große Nähe dann einfach... wunderbare Formate für Zusammenarbeit.
00:03:21: Think Global Act Local und schön, dass ihr diesen weiten Weg dann tatsächlich auch heute zu uns hier ins Bamberger Studio gefunden habt.
00:03:28: also herzlichen Dank.
00:03:29: Liebe
00:03:29: Anita, ich habe es schon gesagt.
00:03:31: Du bist im Bundesverband nachhaltiges Wirtschaften.
00:03:35: Wann bist du denn mit diesem Thema in deinem Berufsleben konfrontiert worden?
00:03:39: Und wie setzt du das um in deinm Alltag?
00:03:42: Ich hab den Bezug zur Nachhaltigkeit schon ganz früh kennengelernt bei meinem ersten Arbeitgeber der Hochkoburg und da war ein ganz wichtiges Thema Prozessoptimal zu arbeiten.
00:03:54: Das heißt ja so zu arbeiten dass ich sowohl den Menschen was Gutes tun, nämlich gute Prozesse.
00:04:01: Schlankeprozesse nerven nicht, läuft alles gut durch die sind auch günstig und die schonen natürlich die Umwelt weil ich wenig Ressourcen brauche.
00:04:09: also diese drei Aspekte der Nachhaltigkeit umwelt soziales und wirtschaft habe ich da schon sehr sehr früh kennengelernt dürfen.
00:04:17: nachhaltigkeit ist kein nice to have es auch nichts was man zusätzlich macht.
00:04:21: nachhaltigkeiten gutes wirtschaften Das findet schon immer statt.
00:04:25: Okay, da kommt jetzt aber vielleicht mittlerweile in Nachhaltigkeit noch mal mehr der Fokus auf Umwelt oder menschliche Bedingungen rein, weil das Rheinwirtschaftliche, wie du schon sagst – das war auf jeden Fall schon gegeben!
00:04:37: Kannst du mir noch ein bisschen das nochmal ganz konkret machen?
00:04:40: Huck ist ja ein Versicherer... Was heißt denn das dann?
00:04:44: schlankerer Prozess, die Formulare einfacher oder ist es ganz konkret?
00:04:49: Wie kann man sich so was vorstellen.
00:04:51: Nachhaltiges Wirtschaften heißt in dem Kontext eben dass es ein Zielbild gibt wie die Hook in der Zukunft aussieht aber ganz konkret auch in jedem einzelnen Bereich im Bereich Einkauf das dort nachhaltige Güter eingekauft werden im Bereich Produkte, dass den Kunden auch Produkte angeboten werden die Umwelt nicht zerstören sondern für die Umwelt gut sind.
00:05:13: Dass man zum Beispiel im Wohngebäudebereich kreislauffähige Materialien einsetzt und der Versicherungswirtschaft ist tatsächlich der größte Hebel das die Versicherer natürlich Versicherungsschutz geben und Risiken absichern wie zum Beispiel Überschwemmung oder Alles, was mit Klimaschäden zu tun hat wieder zukünftig auch von den Versicherern ein Stück weit mitgetragen.
00:05:37: Oder das Unternehmen kann dem Versicherungsschutz mehr bekommen weil sie irgendwas produzieren, was der Umwelt schadet?
00:05:44: Also es wird ganz viele Vorgaben auch von Seiten des Finanzmarkts geben und von daher ist die Versicherung ein sehr breites Beispiel.
00:05:52: ich würde vielleicht ganz konkret nochmal aus unserer Beratungspraxis jetzt sind wir ja dabei Unternehmen tatsächlich dabei zu begleiten wie kann konkrete Nachhaltigkeit auch in produzierenden Gewerbe aussehen oder bei kleineren Unternehmen.
00:06:05: Sehr schön, diese Dinge so konkret zu machen.
00:06:07: das wollen wir jetzt auch bei dir Nadine Easy-Institut für soziale Innovation.
00:06:13: du berätst Kommunen und die Menschen in der Verwaltung.
00:06:17: also was heißt denn soziale innovation?
00:06:21: Und was müssen wir uns darunter vorstellen welche Dinge du anbietest?
00:06:25: Soziale Innovation ist ja erstmal ein Begriff, der sehr breites und da gibt es auch keine feste Definition.
00:06:32: Also für mich ist schon euer Podcast eine soziale Innovation, weil ihr hier miteinander euch auf den Weg macht diesen Wirtschaftsstandort zu betrachten die verschiedensten Perspektiven einzubeziehen immer wieder neue Gäste gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die euch wichtig sind.
00:06:52: Nämlich zum Beispiel hier heute zwei Frauen sitzen zu haben das mit einzubeziehen und dafür zu sensibilisieren.
00:06:58: Und wenn ich das jetzt betrachte im Hinblick auf den kommunalen Raum also ein großer Schwerpunkt unserer Arbeit ist der kommunale Raum und da ist die Verwaltung insofern einen Schlüsselakteur auch für soziale Innovationen um da Räume fürzuschaffen.
00:07:14: Also ein Beispiel Ich möchte gerne als Stadt Bildung auf eine andere Art und Weise fördern.
00:07:21: Die meisten wissen wahrscheinlich, dass das eigentlich keine ursprüngliche kommunale Aufgabe ist.
00:07:26: Ich kann mich aber trotzdem dafür entscheiden, Bildung zu fördern Und dann schaffe ich vielleicht einen Raum in dem die wichtigsten Akteure miteinander ins Zusammenspiel kommen.
00:07:35: Das ist aus allen Bereichen Politik Verweitung, Zivilgesellschaft Also von den Vereinen bis vielleicht zu den Einzelangagierten und natürlich auch die Wirtschaft, weil sie hat ein unmittelbares Interesse daran dass es einen guten Bildungsstandort gibt aus verschiedensten Gründen.
00:07:51: Und wenn man diese Menschen oder diese verschiedenen Perspektiven zusammenbringt und das ein gut moderierter Raum ist, das wäre dann unser Job.
00:07:58: da würden wir Sorge für tragen.
00:08:01: entstehen soziale Innovationen?
00:08:03: Das ist vielleicht nicht der klassische Institutsgedanke.
00:08:05: Wir erzählen den Menschen, welche soziale Innovation das braucht sondern ganz im Gegenteil wir schaffen eher die Räume in denen soziale Innovations entstehen
00:08:14: können.
00:08:14: Wir haben nämlich genau meine Frage gewesen.
00:08:16: also bei Institute da denke ich immer irgendwie so ein bisschen an Uni und ich denke so ein Bisschen an Forschung aber ihr seid jetzt glaube ich eher in der Praxis verortet.
00:08:24: es hört sich auch eher so nach nach workshopigen inkludierenden Formaten an.
00:08:29: Also wir sind in den Beratungsunternehmen.
00:08:31: Also wie eine Unternehmensberatung aber im öffentlichen Sektor und die Art und Weise, wie wir arbeiten ist eine systemische.
00:08:39: also alle verschiedenen Perspektiven mit einzubeziehen.
00:08:42: und die Institutsarbeit, die wir machen und warum auch mir nach und nach und immer mehr dieser Name auch wichtig ist dass wir egal in welchem Prozess wir gehen sind wir sowas wie ein Aktionsforscher.
00:08:57: Also wir sind ja irgendwie von außen, aber auch trotzdem geben wir Impulse aus den anderen Prozessen, Kommunen und so weiter mit rein.
00:09:07: Ich bin jetzt hier bei diesem Podcast und all die Innovationen, die ich in anderen Städten gelernt habe... Kann ich hiermit einfließen lassen?
00:09:16: Bitte alle rein.
00:09:17: Aber das wäre auch genau meine Frage gewesen, also...
00:09:19: Also der Wissenstransfer ist zum Beispiel ein Element sowohl die Aktionsforschung als auch der Wissenstransfers eine Element unserer Institutsarbeit
00:09:29: und er findet dann über irgendwelche Veranstaltungen oder also Netzwerkveranstaltungsstatt oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:09:35: Also gerade jetzt was sich auf dem Weg nach Bamberg in einer sehr langen Zugfahrt Als Anfrage beantwortet habe ist der Wunsch, dass man ein Netzwerk für Engagementförderung wiederbelebt in einer Stadt und mit dem Wunscht wirklich die Akteure mit ihren Erwartungen und Wünschen sichtbar zu machen.
00:09:59: Und jetzt nicht ich sage meine Podiums Veranstaltung zu haben wo auf der Bühne Menschen sitzen schlaue Dinge zur Engagementförderung sagen, sondern wirklich beteiligungsorientiert die Menschen ins Zusammenspiel zu
00:10:11: bringen.
00:10:12: Und dann aber daraus auch direkt mit dem Hintergedanken wir wollen eigentlich gerne eine Strategie entwickeln.
00:10:17: Wir wollen gerne unser Netzwerk weiter stärken, weil wir wollen eine Strategierentwicklung, die zukunftsfähig ist wie Engagement Förderungen in unserer Stadt aussehen kann und wir begleiten dann beides also einerseits diesen diesen Gedanken, wie mache ich überhaupt so ein Strategieprozess?
00:10:33: Was braucht es dafür?
00:10:35: in welcher Variante möchte ich das umsetzen.
00:10:37: Das geht von ganz aufwendig bis aber auch mit ein paar Leuten einem Tisch und das ist gar nicht schlimm.
00:10:43: Es muss nicht immer der Riesenpartizipationsprozess sein.
00:10:46: und dann aber auch die Moderationen der Veranstaltung.
00:10:49: mit welche Methoden wende ich da an damit Menschen wirklich ins Gespräch kommen miteinander
00:10:56: Stichwort Netzwerk und Menschen unterschiedlicher Perspektiven zusammenbringen.
00:11:01: Ich schätze an jeder, das ist bei dir ähnlich wenn ihr im Bundesverband nachhaltige Wirtschaft unterwegs seid wie geht ihr auf unterschiedliche Partnerinnen zu?
00:11:11: Ja im Bundesverband Nachhaltigewirtschaft haben wir ja tatsächlich so die Idee die Stimme der Wirtschaft zu sein für neues Wirtschaften und da sind siebenhundert Unternehmen die sich vernetzen Und sieben Unternehmen unterschiedlichster Größe von Unternehmen wie DM oder Otto, die sehr groß sind bis hin zu Biopionieren.
00:11:33: Die klein sind.
00:11:35: und wir arbeiten einen ganz ganz unterschiedlichen Formaten.
00:11:37: Wir haben Fachgruppen zum Beispiel zum Thema Kreislaufwirtschaft wo wir zusammenarbeiten oder zum Thema nachhaltiges Bauen was ein ganz ganz wichtiges Thema ist.
00:11:46: Dann gibt es aber auch Regionalgruppen.
00:11:48: so gibt's eine Regionalgruppe in Bayern oder in Baden-Württemberg.
00:11:52: Es gibt dann auch ganz viele Aktionen mit Schulen zum Beispiel.
00:11:57: Also es gibt die Umweltprofis von morgen in Baden-Württemberg und da gibt's eine ganz, ganz tolle Solarprojekte oder Projekte auch mit dem Boden, Projekten am Bau.
00:12:07: also das ist sehr, sehr ermutigend was Schülerinnen machen.
00:12:11: Ich komme jetzt gerade von einem ganz wichtigen Wirtschaftskongress, das Sustainable Economy Summit in Berlin war zwei Tage wo sich vierhundert Vertreterinnen getroffen haben und darüber nachgedacht haben was braucht denn die Wirtschaft von morgen.
00:12:26: Und die Veranstaltung hieß Rückenwind für die Wirtschaft vom Morgen.
00:12:30: Es gibt keine Polemik mehr an der Wärmepumpe.
00:12:33: und wie wurde das verschrien?
00:12:35: Also wir haben fünfzig Prozent Zuwachs in der Wermepumpe Wir haben vierzig Prozent zuwachs bei E-Autos.
00:12:41: Alle Menschen, die ich kenne lieben ihre Solaranlage.
00:12:43: Es ist so ein neuer Umgang mit Energie und dezentrale Energie.
00:12:48: Und das ist natürlich auch was dafür Bewusstseins zu schaffen weil es wird in der Presse einfach zu wenig über diese Positivbeispiele berichtet.
00:12:56: und das ist auch das, wofür wir stehen für positive Zukunftsbilder.
00:12:59: Dafür steht der Bundesverband Und dafür stehen wir aber auch mit ganz vielen Aktionen, die wir hier in Bamberg machen zum Beispiel.
00:13:06: Also da kann ich gleich auch noch mal was erzählen.
00:13:08: Aber ich finde auch diese positive Zukunft gemeinsam gestalten das ist eigentlich das wo für mein Herz auch schlägt.
00:13:15: also gemeinsam mit Menschen gute Dinge tun.
00:13:17: darüber darf auch mehr berichtet werden weil Menschen auch Lust haben in diese gemeinsamen Räume reinzugehen um etwas Positives zu schaffen.
00:13:24: Genau an dieser Stelle würde ich auch voll gerne mit so einem Missverständnis oder Mythos aufräumen, weil ganz oft begegnet einem ja die Einstellung.
00:13:32: Ja klar Nachhaltigkeit das wäre schon gut so, weil dann gibt es uns in Zukunft noch und man kann noch weiter wirtschaften wenn wir nicht alles kaputt machen.
00:13:39: aber wir können es uns leider nicht leisten weil das kann niemand bezahlen.
00:13:43: Das ist einfach nicht wirtschaftlich tragbar und du hast es ja vorhin in deiner Definition schon eigentlich gesagt, nein das ist das ist tragbar, dass ist sogar die Bedingung davon.
00:13:52: Da würde ich gerne nochmal kurz reinkommen.
00:13:53: was ist da deine Erfahrung?
00:13:55: also wie ist das?
00:13:56: Stimmt das was die Leute manchmal so erzählen hey das können wir uns gar nicht leisten.
00:14:00: oder ist es eigentlich quatscht und können wir mal vergessen?
00:14:03: weil gerade am Beispiel der Wärmepumpe sehen wir dass in der Presse medial einfach so Punkte gedrückt wurden wo sich leute zwar Vorausschaubar drüber aufregen, aber die einfach überhaupt nicht gestimmt haben und am Ende haben die Menschen wenn sie sich ihre eigene Meinung bilden dürfen ein anderes Ergebnis gefunden.
00:14:21: Also wie ist deine Erfahrung da?
00:14:23: Das ist einfach falsch, da wird Quatsch erzählt.
00:14:25: Also weil die Wirtschaft orientiert sich in der Vergangenheit.
00:14:28: Die Vergangenkeit ist aber gar nicht mehr da und deshalb ist es total wichtig dass wir Zukunft ja aus dem jetzt heraus gestalten und schauen müssen was jetzt da ist.
00:14:36: Und wenn wir jetzt schauen... Wir haben einfach einen Riesen-Energieproblem.
00:14:40: Wir haben Iran!
00:14:41: Wir haben den Ukraine Krieg nach wie vor.
00:14:44: Wir brauchen eine dezentrale Energieversorgung und das spüren die Menschen, das wissen die Menschen.
00:14:50: Und natürlich hat es einen Beitrag zum Umweltschutz aber es hat einen massiven Beitrag zu dem Thema Friedenserhaltung Und es hat einen massiven Beitrag zum Thema Versorgungssicherheit und das spürt jeder, weil keiner will abhängig sein von einem Benzinpreis der ständig rauf-und runtergeht.
00:15:08: Da bringen irgendwelche Subventionen gar nichts, weil die Menschen wissen natürlich, dass sie lieber ihre Energie vom eigenen Dach holen.
00:15:15: Ich glaube, diese Wahrheiten sind ja spürbar!
00:15:19: Und die Weimepumpe ist einfach vernünftig.
00:15:22: Wir haben Länder wie Norwegen setzende seit Ewigkeiten erfolgreich ein und ich glaube, da wird es ganz viele Quartierslösungen geben.
00:15:29: Da werden sich Unternehmen zusammenschließen.
00:15:31: Da wird man schauen, wie sind Wärme- und Stromspitzen?
00:15:34: Wie kann man diese zusammen lösen?
00:15:37: Es braucht eine Intelligenz vor Ort.
00:15:40: Ich habe auch große Hoffnungen hier in Bamberg.
00:15:43: Wir werden dezentrale Dinge schaffen!
00:15:45: Also das finde ich eine wunderschöne Formulierung.
00:15:48: Du hast gesagt ein positives Zukunftsbild, dass ihr in der Wirtschaft gemeinsam entwickelt.
00:15:55: Nadine wenn wir jetzt noch mal in die Verwaltung schauen positive Zukunftsbilder braucht es ja auch für soziale Innovation.
00:16:03: wie funktionieren solche Prozesse in Kommunen und wie stoßt ihr sie an?
00:16:09: Im ersten Schritt ist er erstmal in Anliegen was an uns herangetragen wird.
00:16:13: Also irgendeine Form von gesellschaftlicher Herausforderung, der sich gewidmet werden möchte und ich nehme vielleicht nochmal ein Beispiel die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten.
00:16:28: Ein Thema, das sehr relevant ist für die kommunale Ebene weil ich habe ja auch noch mal ganz viel mit Bundesgesetzgebungen zu tun und Hürden die da mir in den Weg gelegt.
00:16:40: Ich kann nicht alles verändern.
00:16:42: Also geht es erst mal zu schauen in dem kommunalen Raum, okay wo an welcher Stelle kann ich denn dieses positive Zukunftsbild gestalten?
00:16:49: Und wen brauche ich dafür?
00:16:50: und wie können wir uns stärken miteinander?
00:16:52: und wie kann man auch die positiven Geschichten erzählen also zum Beispiel Unternehmen Sozialunternehmer TUM was positive Erfolge verzeichnet.
00:17:04: Und natürlich gibt es aber auch ganz viel Frust von Ehrenamtlichen, die sich engagieren und darüber beschweren, dass eben diejenigen um die sie sich gekümmert haben, die Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu integrieren dann doch abgeschoben wurden.
00:17:18: So geht es dieses ganze Pottburi von Komplexität miteinander in den Raum zu holen und miteinander – das ist kommunal ganz wichtig!
00:17:26: zu schauen, wo ist unser Handlungsspielraum?
00:17:29: Wo können wir trotzdem einen positiven Schritt nach vorne gehen?
00:17:32: und da hilft es dann schon bei aller Emotionalität oder auch Ärger- oder auch Wünschen die man damit reinbringt eine externe Begleitung zu haben.
00:17:46: Die dann zurück holt Kommunikationsraum wieder neu eröffnet, das ist so in meistens unser Job.
00:17:54: Also
00:17:54: Kommunikation nach Innen für die Gruppe.
00:17:56: aber gleichzeitig hast du auch gesagt es ist ja oft auch ein Kommunikaton nach Außenthema also dass einerseits von Mythen und falschen Vorstellungen aufgeräumt wird aber andererseits vielleicht auch diese Geschichten mal ein bisschen sichtbar werden weil das ist im Moment in unserem Social Media.
00:18:11: wir haben ein bisschen schwierig weil halt eher dieser Aufregung klickt und das was Ruhe und Hoffnung geben würde, schwer zu finden ist.
00:18:21: Ja also Information nach außen ist ja ohnehin ein ziemlich komplexes Feld geworden weil über welche Kanäle informiert sich wer welche Zielgruppe es eigentlich worüber informiert?
00:18:31: und vor allen Dingen auch was kann ich überhaupt noch aufnehmen bei dieser ganzen Fülle von Dingen?
00:18:36: Und Also meine Beobachtung ist mehr und mehr Auch im Hinblick auf Homeoffice dass es umso wichtiger ist, dass es Räume gibt in denen echte Begegnung ist.
00:18:49: Indem ich wirklich glaubhaft höre und vielleicht auch sehe den Menschen, ich nenne nochmal dieses genau und spüre da ist jemand die Person ist in dem Unternehmen hat so einen tollen Weg hingelegt und ein Mehrwert geschaffen an der Stelle.
00:19:08: Es gibt diese positiven Beispiele, es gibt diese guten Beispile wie ich auch Sprachbarrieren überwinden kann.
00:19:14: Best practice also das was wirklich gut funktioniert hat in manchen Kommunen.
00:19:20: jetzt bist du glaube ich deutschlandweit unterwegs hast Du auch schon Kontakte nach Bamberg und Ideen wie sich das in Bamberg umsetzen ließe?
00:19:31: Ihr seid ja gerade bei einem ganz spannenden Punkt.
00:19:34: Es ist immer spannend, wenn die politische Spitze wechselt und andere Ideen vielleicht mit Einzug erhalten.
00:19:42: Man hat die Chance noch mal in die Verwaltung zu schauen.
00:19:52: Was sind die Ideen, wie kann man sich da zu Zukunftsthemen neu ausrichten?
00:19:58: Gibt es überhaupt noch Raum für soziale Innovation in Zeiten, in denen eine knappere Haushaltslage ist?
00:20:05: Und sich da bewusst zu entscheiden und auch auszurichten.
00:20:08: Das ist sicher ein Handlungsspielraum.
00:20:10: aber auch neue technologische Entwicklung also KI ist einfach nur mal ein riesengroßes Thema.
00:20:16: wie verändert das intern aber auch nach außen?
00:20:20: welche Handlungsspielräume entstehen vielleicht auch mit dem Hinblick auf mehr Zeitkapazitäten diese Chance der Veränderung wirklich gut zu nutzen.
00:20:29: Das ist das, was ich der Stadt wünsche.
00:20:33: und ich würde noch eine Sache zur Wirtschaft sagen.
00:20:36: Ich finde es ganz wichtig dass sich Wirtschaft einmischt weil da ist die Management Kompetenz, die es in diesen Zeiten braucht und da eine verantwortungsvolle Rolle einzunehmen auch im Zusammenspiel mit Politik und Verwaltung.
00:20:51: Das finde ich sehr wesentlich weil wir doch nach wie vor sehr stark in unseren Bereichen bleiben.
00:20:58: Da wäre wirklich mein großer Wunsch, dass die Wirtschaft da laut wird.
00:21:04: Denn nur mit einer starken Wirtschaft gibt es mehr Raum um soziale Innovation zu gestalten.
00:21:10: Das sind wir ja glaube ich in Bamberg ganz gut unterwegs für die Zukunft weil Wirtschaft ja hier eine größere Rolle spielen soll auch im Verwaltungskontext.
00:21:20: Danke für diesen Input!
00:21:21: Weil das ist ja eigentlich auch das Anliegen was Michaela und ich hier ein bisschen verfolgen, dass wir sagen Wir müssen das vernetzen.
00:21:26: wie erleben nämlich in der Wirtschaft Leute super progressiv, wirklich nachhaltig.
00:21:30: Haben tolle Ideen und irgendwie wird das manchmal nicht gesehen.
00:21:34: Gleichzeitig haben wir diese Leute auch in der Stadt und in der Verwaltung.
00:21:38: und diese Schnittstelle, diese Berührung die passiert gar nicht so oft.
00:21:41: Wir werden es versuchen immer weiter durch unseren Podcast genau diesen Input zu stärken.
00:21:46: Frage wert für mich vielleicht auch an euch beide gibt's da schon Erfahrungen best practices was da Räume sind?
00:21:53: Du hast jetzt schon durchklingen lassen echtes Treffen ist gut dass Podcast gerne in Präsenz aufnehmen, weil genau da eben so Begegnungen passieren.
00:22:02: Aber was gibt es denn da vielleicht noch darüber hinaus?
00:22:04: Ich bin total bei dem was Nadine gesagt hat, also die Wirtschaft muss lauter werden.
00:22:10: Wir haben in Bamberg einfach einen ganz, ganz guten Zeitpunkt weil jetzt mit Sebastian Niedermeier jemand kommt der ja gesagt habe ich möchte der Wirtschaft Fokus geben und ich werde hier auch etwas verändern.
00:22:21: das finde ich total wichtig.
00:22:22: und jetzt ist dann der Zeitpunkt da zu sagen okay ich denke mit Wirtschaft zusammen und Zivilgesellschaft über Zukunft in Bamberg nach und da kann man dann in unterschiedlichen Themenfeldern wie Raum ist ja ein großes Thema, Energie ist ein großes thema vielleicht auch die Gestaltung der Stadtmobilität.
00:22:43: Da wirklich Räume zu schaffen Dinge auszuprobieren und ich finde auch immer Schnellerfolge zu zeigen und das traue ich der Politik zu dass sie die Chance jetzt nutzt und das würde ich mir wünschen.
00:22:54: und Beispiele also wir haben im Bamberg hier ja schon Community, die in Richtung positive Zukunftsbilder arbeitet.
00:23:02: Ja es gibt Machalt ganz wichtig.
00:23:04: Gibt's jetzt auch ja wieder ist schon genau.
00:23:06: das finde ich auch ein ganz ganz wichtiges Thema weil dann natürlich auch das Thema Demokratie noch mit rein läuft.
00:23:12: auch sehr sehr wichtig.
00:23:13: und das Ministerium für Neugier und Zukunftslust.
00:23:15: Genau und das wollte ich jetzt eigentlich sagen wir haben das Ministerien für Neu-Gear und Zukunftslust und ganz viele Botschafterinnen hier im Bamberg und wir haben dieses Camp auch einmal im Jahr und das ist natürlich ganz ganz.
00:23:27: Das hat Tobias und Bianca Leisgang hier nach Bamberg geholt.
00:23:31: Ich war auch schon selbst mit in Linz, und das ist natürlich was wo man übt wie kann positive Zukunft aussehen?
00:23:37: Und dazu braucht es wie die Nadine aussagt diese Räume die wir schaffen wo dann soziale Innovationen und wirtschaftliche Innovationen Gesellschaftlichen Innovationen Demokratie zusammenlaufen und dass ist das was Leben und Menschen ausmacht weil da haben Menschen Freude was zu entwickeln.
00:23:56: Und ich glaube, Lena du hast vorhin gesagt dieses Thema spüren ist so elementar weil Veränderung funktioniert nicht aus dem Korb verändern funktioniert aus dem Spüren aus dem Wollen.
00:24:06: wir sind emotionale Wesen und wenn das passiert dass Menschen sich berührt fühlen dann können wir zusammen nach vorne gehen und dafür braucht es aus meiner Sicht ganz viel gemeinschaftlichen Raum Und das würde ich mir für Warnberg natürlich wünschen, dass wir diese Räume schaffen.
00:24:25: Ich finde, wir haben ganz viele Initiative schon hier die da echt gut zusammenhelfen können und der Politik da auch helfen werden unterstützen werden mitmachen.
00:24:34: Mitmachen?
00:24:35: Mach halt!
00:24:35: Mach halt.
00:24:38: Da haben wir einen guten Zeitpunkt und ihr bringt beide wirklich fantastische Ideen mit.
00:24:43: Der Zeitpunkt stimmt Die Möglichkeiten sind da und die Ideen sind
00:24:48: da.
00:24:51: mit reinbringen, die Kraft der Verwaltung nicht zu unterschätzen und die auch ernst zu nehmen.
00:24:57: Und auch das Wissen und die Expertise, die da liegt, ernstzunehmen.
00:25:01: Natürlich gibt es einen Riesenbedarf an Verwaltungsmodernisierung.
00:25:07: Das was ich beobachte – ich weiß jetzt nicht wie's in Bamberg ist – dass einfach eine große Personalknappheit da ist und dass immer mehr Aufgaben dazukommen aber die Personalressource eigentlich geringer wird.
00:25:20: was dann, wenn so wunderschöne Räume entstanden sind in den Berührungen und Bewegung entstanden ist oder einen Frust entsteht.
00:25:30: Und warum geht es jetzt nicht weiter?
00:25:32: Da dürfen wir alle miteinander gut hinschauen, dass wir wechselseitig unsere Perspektiven erweitern Großzügig miteinander sind in welcher Geschwindigkeit wir vorangehen, also es ist so ein doch durchaus komplexes Wechselspiel wo man gut miteinander hinschauen sollte.
00:25:50: Ja.
00:25:51: Ich bin eine andere Meinung.
00:25:52: Ich wollte nämlich auch gerade sagen, wäre da nicht gerade die Möglichkeit zu sagen, die Leute aus der Wirtschaft sind ja oft einfach viel freier.
00:25:59: Also ich bin frei beruflich und kann das irgendwie machen was ich will so lange ich irgendwie wirtschaftlich über Wasser bleibe.
00:26:04: Und in den Verwaltungen haben viele mehr Sachzwänge und da sehe ich eigentlich eine große Chance in der Verzahnung zu sagen okay hier bringt die Erfahrung mit und die Strukturen die man halt für langfristige Dinge braucht aber jetzt um mal etwas auszuprobieren.
00:26:16: Da bringt die Wirtschaft ganz viel mit.
00:26:18: also oder?
00:26:21: Ich würde mir total wünschen, dass die Verwaltung ein Stück weit loslässt.
00:26:26: Auch mal was ausprobiert
00:26:28: und
00:26:30: ich habe nicht so viel Erfahrung wie du mit Verwaltung aber ich finde es total wichtig Kompetenzen auch abzugeben zu teilen mit der Wirtschaft das zu machen, auch loszulassen und Geschwindigkeit zu bringen.
00:26:42: Weil ich glaube genau das ist es was frustriert wenn man einen Raum hat und dann passiert nichts.
00:26:48: Und da würde ich auch total dazu einladen also auch die wirtschaften stückweit mal machen zu lassen und dass die Verwaltung ist er begleitet und nicht steuert.
00:26:56: Ich glaube das ist vielleicht auch etwas Neues aber gerade wenn wenn da wenig Personal ist... Ich glaube es gibt eine hohe Bereitschaft von der Wirtschaft sich zu engagieren.
00:27:06: an einer oder anderen Stelle Frustration, dass die Verwaltung zu langsam ist.
00:27:11: Oder nicht nur zu langsam, sondern auch in der Verwaltung sagt das ist mir zu innovativ.
00:27:15: Nee, nee so haben wir es kennen wir gar nicht!
00:27:17: Aber in der Wirtschaft gerade was diese neuen Themen wie kann Energiefunk gut funktionieren?
00:27:22: Wie kann man Räume gut gestalten?
00:27:24: Dass da viel Kompetenz in der Wirtschaft ist und dann würde ich mir auch wirklich so gemeinsames Lernen wünschen also... Ja,
00:27:32: also das kann ich total unterstreichen.
00:27:34: Dass es diese freien Räume braucht und ein Verständnis dafür.
00:27:37: Und dass es eben gerade in der heutigen Zeit nicht darum geht alles zu steuern.
00:27:42: Das ist auch das was ich meine.
00:27:43: mit den Kompetenzen habe ich in meiner Verwaltung.
00:27:47: Bin ich in der lagenen Netzwerkprozess zu begleiten ohne zu steuern und schon vorher zu wissen, in welche Richtung das laufen soll.
00:27:55: Sondern wirklich die Freiräume für die Gestaltung zu schaffen und natürlich dann auch zu schauen, in welchen Rahmenbedingungen ist es denn nachhaltig umsetzbar?
00:28:05: Und dieses Wissen aber durchaus mit einzubeziehen – was haben wir schon versucht und hat vielleicht aus bestimmten Gründen nicht geklappt?
00:28:15: Ich nehme mal so ein Beispiel!
00:28:17: Also das war es eigentlich in allen Netzwerkveranstaltungen, die ich so begleite.
00:28:23: Der erste Wunsch ist wir brauchen einen Wissenstransfer und eine Plattform.
00:28:27: Wir brauchen eine Online-Plattform.
00:28:30: Das ist natürlich eine gute Idee Und ein berechtigter Wunsch, dass man das ganze Wissen bündelt.
00:28:36: Ich nehme mal so ein Beispiel zum Thema Kultur alles wissen zu bündeln und da immer aktuell von der kulturellen Bildung bis zu den Veranstaltungen alles transparent zu haben.
00:28:47: Jetzt weiß ich, dass da Bamberg gerade zu dem Thema ziemlich gut aufgestellt ist, dass es einen Kulturkalender gibt usw.
00:28:52: Das bedeutet aber – ich muss entscheiden – dass es eine redaktionelle Bearbeitung gibt, dass das weitergeführt wird zu allen möglichen Themen, wenn ich mir das jetzt auch noch zur Bildungsangeboten wünsche und auch noch zum Thema Nachhaltigkeit wünsche.
00:29:08: Es ist dann an irgendeiner Stelle nicht mehr leistbar.
00:29:10: Und da sind die Dinge, an denen dann die Weitsicht der Schlüsselakteure, die lange in dem Bereich tätig sind, auch schon hilfreich und wichtig ist, dass man da genau schaut miteinander einen Realitätscheck hat.
00:29:25: Das ist das was sich Viel Beobachte, die Motivation ist hoch was zu verändern und in die Umsetzung zu bringen.
00:29:31: Und sicher sind sie wie Gesellschaft und Wirtschaft an den Stellen viel umsetzungsstärker und schneller unterwegs an der Stelle.
00:29:40: Die Frage ist aber wie schafft man auch da eine Nachhaltigkeit zu kommen?
00:29:43: Ich
00:29:43: glaube es braucht ein anderes Selbstverständnis der Verwaltungen.
00:29:46: Es braucht einen anderen Selbstverständnissen.
00:29:49: In der Wirtschaft ist völlig usus über verteilte Kompetenzen nachzudenken Und ich habe gar nicht den Anspruch, dass eine Verwaltung was über Nachhaltigkeit weiß.
00:29:59: Ich hab' den Anspruch das sie das fördert!
00:30:02: Ich hab', den Ansprüch, dass sie weiß, es ist ein wichtiges Thema ist... ...ich hab' dem Anspruch da in der Stadt Räume für nachhaltige Möglichkeiten schafft aber die muss.
00:30:12: in keinster Weise hätte ich den Ansbruck, dass sich selbst die Wangen gar nicht so schnell sein, sich Kompetenzen drauf zu schaffen weil sie allein mit den regulatorischen Vorgaben so beschäftigt sein werden.
00:30:23: also muss dieses machen irgendwie wo anders gemacht werden und die Verwaltung kann aus meiner Sicht dann nur eine begleitende Rolle haben.
00:30:30: Und es braucht in meiner Sicht eine komplette Modernisierung der Verwaltungen.
00:30:33: auch im Selbstverständnis, das erlebe ich nicht so.
00:30:35: Ich habe auch mit dem Düsseldorfer Bürgermeister mal gesprochen.
00:30:39: Mir ist das wirklich zu langsam, ich finde es wirklich zu langsam.
00:30:42: also die Bürger haben einen anderen Anspruch als dass was passiert und da wird auch viel von Bürokratieabbau gesprochen und es passiert gefühlt nichts.
00:30:51: Das ist wirklich etwas wo... Also ich bin eine Laie in dem Thema aber da spreche ich auch einfalls Bürgerin oder als jemand der sich stark in der Wirtschaft bewegt.
00:31:00: Wie ist es in der Wirtschaft schon so langsam, aber immer wenn ich Kontakt zu Verwaltungen hatte gerade ich selbst als Person nicht ans verzweifeln.
00:31:06: Weil dann sehr viel fest halt gehalten wird an dem was man halt kennt und an Vorgaben und an Richtlinien.
00:31:12: Also vielleicht der Wunsch nach mehr Mut höre ich daraus?
00:31:15: Ja, genau.
00:31:17: Nach mehr Mut und auch wirklich im neuen Selbstverständnis.
00:31:20: Auch zu sagen ja das war eine Vergangenheit so aber die Zukunft braucht was anderes.
00:31:24: Auch in der Verwaltung.
00:31:25: Spannend
00:31:26: ist ja dass wir gerade einen Podcast hatten wo wir mit Menschen gesprochen haben die dieses neue Verständnis tatsächlich in die Verwaltung bringen wollen.
00:31:37: also ich glaube wir haben ein zu homogenes Bild von Verwaltungsmenschen und Angestellten, und den Kompetenzen.
00:31:46: Und ich glaube es ist immer wieder wichtig sich da auch gegenseitig zuzulören welche unterschiedlichen Spieler dort vorhanden sind.
00:31:53: Das sind natürlich auch Vorurteile die ich habe aus meiner Erfahrung und Nadine hat ganz andere Erfahrungen weil sie ja viel tiefer mit Verwaltung zusammenarbeitet als ich zum Beispiel glaubt da auch mehr zusammen zu, also Wirtschaft und Verwaltung zusammenzukriegen.
00:32:05: Und
00:32:06: zu sprechen untereinander zu sprechen.
00:32:07: Also ich muss immer an dieses Startup-Ding make it or buy it denken und wenn ich jetzt bei Nadine dir raushe, dann hör' ich raus okay die Verwaltungen sind halt einfach zeitmäßig am Anschlag und personell.
00:32:17: das heißt da ist eigentlich die Ressource Zeit das knappe gut?
00:32:21: Dann ist ja die Frage ob es vielleicht noch Geld gibt, dann kann man Option B machen und sagen okay wir machen quasi diese diese Schnittbänge.
00:32:28: Wir nehmen die Wirtschaft mit rein also für ehrenamtliche Sache dann kostet es nichts.
00:32:32: da kannst du Zivilbevölkerung mit einspannen mit so Sachen wie Machhalt.
00:32:35: aber wenn's denn darum geht irgendeine Kommunikation zu verstätigen oder irgendein Plattform aufzubauen das kann man ja auch abgeben.
00:32:40: Also da gibts ja Leute wenn man den Geld gibt dann machen sie das.
00:32:43: Das passiert ja auch dass das Projekte ausgeschrieben werden und das wird sicher auch in der Form sich noch deutlich verändern.
00:32:51: Ich bin da gerade noch mal bei der Frage, ist das Bild zu homogen?
00:32:56: Und ich würde sagen ja.
00:32:58: Weil es gibt ja nicht die Verwaltung und es gibt auch in Verwaltungen sehr innovative Führungskräfte und auch Nachwuchsführungskräfte und Menschen, die was verändern wollen.
00:33:11: Die große Kunst ist dass man das auch fördert dass Begegnung konstruktiv stattfindet und man mit den richtigen Menschen dann zusammenkommt.
00:33:21: Es gibt einfach gewachsene Strukturen, ja auch ganz viele rechtliche Vorgaben an denen man nichts ändern kann.
00:33:27: Da kann man sich das wünschen als Bürgerinnen und Bürger, dass es schneller vorangeht gibt bestimmte Hürden, die gehen nicht so schnell.
00:33:36: Und natürlich auch eine ganze Menge Menschen, die lange in dem Bereich auf einer bestimmten Art und Weise gearbeitet haben.
00:33:43: Das ist jetzt mein Vorurteil, dass das in großen Konzernen gar nicht anders ist.
00:33:50: Parallel zu fahren und das ist für Verwaltung, glaube ich noch sehr ungewöhnlich.
00:33:54: Dass sich auf der einen Seite meine Strukturen habe und meine Organisationen habe die auf eine bestimmte Art und Weise funktioniert und ja auch viele sichere Abläufe uns schafft in den Städten Und dass auf der anderen Seite es aber auch die Teams gibt die andere Wege gehen und diese Freiräume auch bekommen.
00:34:18: Ich kann noch mal was zu Wirtschaft kurz sagen, weil du gemeint hast da dauert.
00:34:21: also meine Erfahrung ist wirklich dass sich Wirtschaft gerade sehr schnell ändert, weil kein Gelder ist es einfach kein Gelter und Leute müssen sich verändern.
00:34:30: und das ist wirklich wo ich sage so der Treiber der Veränderung ist ja häufig Krise und wir sind mitten in der Krise Und da ist alles, was alt ist wird schon viel über Bord geworfen.
00:34:41: Also ich merke eine wirklich ... also die Unternehmen, die überleben das sind sie sich schnell verändern.
00:34:47: Veränderungen und das ist das was ich halt auch tatsächlich im Unternehmenskontext ganz stark spüre.
00:34:52: Da ist eine Veränderungs-Synamik weil Wenn man sich überlegt, was da gerade auf die Unternehmen zukommt.
00:34:59: Digitalisierung nicht allein jetzt kommt KI alle machen KI ist ganz wichtig.
00:35:03: Die haben wahnsinnige viele Vorgaben aus der Regulatorik auch aus der Nachhaltigkeitsregulatorik.
00:35:09: dann gibt es aber auch Chancen aus der Kreislaufwirtschaft.
00:35:12: also Es gibt eine Energiekrise.
00:35:14: Also die Krisenlage ist in der Wirtschaft grad so hoch dass der Veränderungsdruck da ist und Unternehmen sich verändern.
00:35:21: Und das erlebe ich nicht nur als negativ, sondern auch als positiv.
00:35:25: Weil die Mitarbeitenden wird was zugemutet und das ist unser aller Leben dass wir uns ständig verändern und es natürlich auch anstrengend aber...
00:35:37: Ganz, ganz herzlichen Dank an euch beide.
00:35:40: Was ihr uns hier heute mitgebracht habt zum Thema Zukunftsfähigkeit von Wirtschaftsunternehmen und Verwaltung?
00:35:48: Die Räume die ihr geöffnet habt, die Beispiele die ihr gebracht habt und die großen Inspirationen die wir heute in diesem Podcast mitnehmen dürfen das ist wirklich ermutigend.
00:35:59: bei allen Krisenszenarien bei allem Druck der Außen- und Innenstadt findet und wir haben gehört es gibt so viele Menschen gibt so viele Personen, die Zukunftsbilder haben, die an Zukunft arbeiten und diese unterschiedlichen Dinge zusammenbringen.
00:36:15: Also toll dass ihr beide heute da wart.
00:36:18: ganz herzlichen Dank!
00:36:19: Vielen dank
00:36:20: vielen dank.
00:36:21: Ihr habt ja auch schon ganz tolle Wünsche geäußert wir waren ja mitten im Gespräch habt ihr ganz konkrete Sachen gesagt.
00:36:26: Die werden wir auch in unsere Zeitkapsel stecken und dann unserem neuen Oberbürgermeister Sebastian Niedermeyer vorstellen und wir sind sehr, sehr gespannt was er uns darauf antworten wird.
00:36:43: Ja
00:36:44: liebe Hörerinnen und Hörern auch bei euch möchten wir uns bedanken fürs zuschalten und wenn euch die Folge und der Podcast gefällt dann könnt ihr uns gerne ein paar Sterne da lassen.
00:36:52: je mehr desto fröhlicher sind wir.
00:36:55: ich weiß nicht wie es euch ging.
00:36:56: ich fand dieses Thema wahnsinnig berührend total hoffnungs machen und habe irgendwie gerade so dieses Bedürfnis.
00:37:01: sendet es raus schickt ist euren freunden.
00:37:04: es passiert vielmehr positive Dinge, viel mehr positive Veränderungen als man manchmal so denkt wenn man in seinem Handy am Doob scrollen ist oder in irgendwelchen Nachrichten versackt.
00:37:17: Ach ja und wenn ihr ein Thema für uns habt dann schickt uns auch gerne im Kommentar in Social Media oder eine E-Mail an redaktionadbam minustalk.de.
00:37:24: Das war's von uns für heute mit BAM Talk!
00:37:26: Vielen Dank fürs Zuschalten.
00:37:26: bis zum nächsten Mal euer Leonard
00:37:28: und Michaela.
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